Helmut Berger wurde in Bad Ischl geboren.

Im Alter von 18 Jahren zog Berger nach London, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und nahm parallel Schauspielunterricht. Nach Sprachstudien in Perugia zog Berger nach Rom. 1964 traf er erstmals Luchino Visconti, dessen Lebensgefährte er später wurde. Visconti gab Berger seine erste Rolle in der von ihm verantworteten Episode „La Strega Bruciata Viva“ in dem Episodenfilm „Hexen von Heute“ (1967). Seinen internationalen Durchbruch erlebte er als Martin von Essenbeck in Viscontis „Die Verdammten“ (1969), für die er eine Nominierung für den Golden Globe Award als Bester Nachwuchsdarsteller erhielt.

Als der Höhepunkt von Bergers schauspielerischem Schaffen gilt Viscontis „Ludwig“, in dem er den bayerischen König Ludwig II. von der blühenden Jugend bis zum bitteren Ende porträtierte und dabei den von eigenen Schwächen und psychischen Untiefen gezeichneten, nervös-paranoiden Verfall des Herrschers nachzeichnete. Er erhielt dafür 1973 den „europäischen Oscar“ David di Donatello. Helmut Berger wirkte in zahlreichen französischen, italienischen und deutschen Filmen mit, wie auch für eine Saison in der amerikanischen Soap Opera „Dynasty – Der Denver Clan“.

2007 erhielt er einen „SPECIAL Teddy Award“, den schwullesbischen Preis der Berlinale für sein Gesamtwerk.


Filme (Auswahl)

  2009 Blutsfreundschaft Peter Kern
  2004 Honey Baby Mika Kaurismäki
  1990 The Godfather: Part III Francis Ford Coppola
  1983/84 Dynasty TV, 10 episodes
  1972 Ludwig Luchino Visconti
  1970 Das Bildnis des Dorian Gray Massimo Dallamano
  1969 Die Verdammten Luchino Visconti